Unser Bandlehrer Michael Sarbach kandidiert derzeit für den Stadtrat in Wil. Da uns interessiert hat, warum er diesen Schritt wagt und welche Ideen er für die Stadt mitbringt, haben wir mit ihm ein Interview geführt. Dabei sprachen wir mit ihm über seine Motivation, seine Ziele und seine Pläne für Wil.
Steckbrief:
Name: Michael «Mike» Sarbach
Geburtstag: 15.4.1981
Zivilstand: verheiratet, zwei Kinder
Ausbildung: M.A. UZH in Politikwissenschaft
Beruf: Fachlehrer Musik, Betriebsleiter
Politik: Stadtparlamentarier, Kantonsrat
Hobbys: Musik machen, Konzerte besuchen, Fussball schauen (Hopp Wil!), Filme & Serien
- Warum möchten Sie Stadtpräsident von Wil werden?
Weil ich unsere Stadt gemeinsam mit allen Wilerinnen und Wilern aktiv weiterentwickeln möchte. Ich habe in den letzten 20 Jahren nicht nur Politik gemacht, sondern Wil auch konkret mitgestaltet – etwa mit Konzerten, Comedy, Partys oder Festivals sowie mit Angeboten für Jugendliche. Politisch habe ich unter anderem die Motion «Kinderfreundliche Gemeinde» eingereicht. Mir ist wichtig, dass Wil eine Stadt bleibt, in der Menschen gerne und sicher leben, sich treffen und eigene Ideen umsetzen können.
- Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten?
Wenn aus einer Idee gemeinsam mit motivierten Menschen etwas Konkretes entsteht. Politik bedeutet für mich: zuhören, Leute zusammenbringen, andere Meinungen respektieren und gemeinsam Kompromisse und Lösungen finden.
- Was würden Sie als Erstes in Wil verändern?
Ich möchte, dass die Stadt wieder mutiger und unkomplizierter wird. Oft dauern Entscheidungen zu lange oder gute Ideen verlieren sich in Prozessen. Wil braucht mehr Orte und Möglichkeiten, an denen etwas entstehen kann – kulturell, gesellschaftlich und von jungen Menschen für junge Menschen. Auch die Innenstadt muss attraktiver werden. Die Art Garden zeigt zum Beispiel, wie lebendig die Obere Bahnhofstrasse sein kann.
- Woher kommt Ihre Begeisterung für Politik?
Mich hat schon früh interessiert, wie man aktiv mitgestalten kann. Als Jugendtreff-Leiter, später in Vereinen und Projekten, habe ich schnell gemerkt: Viele Dinge hängen von politischen Entscheidungen ab. Und wenn niemand anpackt, passiert oft auch nichts. Deshalb engagierte ich mich früh politisch, wurde ins Stadtparlament gewählt und studierte Politikwissenschaft an der Uni Zürich.
- Was unterscheidet Sie von den anderen Kandidierenden?
Ich kenne Wil nicht nur aus Sitzungen, sondern engagiere mich jeden Tag für eine lebendige Stadt. Ich arbeite als Lehrer und Betriebsleiter in Wil, bin seit Jahren kulturell aktiv und habe in diversen Vereinen mit vielen Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu tun. Als langjähriges Mitglied des Stadtparlaments und als Kantonsrat bringe ich Erfahrung und ein starkes Netzwerk mit und auch meine Aus- und Weiterbildungen passen sehr gut zu diesem Amt.
- Finden Sie, dass junge Menschen genug mitreden dürfen?
Noch nicht. Viele politische Entscheide betreffen junge Menschen direkt – trotzdem werden sie oft zu wenig einbezogen. Das verbessert sich langsam. Mit meiner Motion «Kinderfreundliche Gemeinde» wurde in Wil ein Prozess angestossen, der Mitwirkung und Jugendförderung stärker verankert hat. Heute haben wir zum Beispiel auch ein Jugendparlament.
- Was ist Ihrer Meinung nach schon gut in Wil?
Wil hat kurze Wege, viele Vereine, ein starkes Gewerbe und engagierte Menschen. Besonders cool finde ich, dass oft etwas entsteht, weil Leute eine gute Idee haben – egal ob in Kultur, Sport oder einem Quartierprojekt. Diese Energie macht Wil lebendig. Auch die Altstadt und unser Stadtpark gefallen mir sehr.
- Wenn Sie Stadtpräsident werden: Wie soll Wil in 10 Jahren aussehen?
Lebendig, offen und voller Möglichkeiten. Ich wünsche mir eine attraktive Innenstadt, gute Schulen, mehr Treffpunkte, Freizeitangebote und genügend Raum für Kultur, Sport und Vereine. Und natürlich ist das Kathi weiterhin ein wichtiger Teil unserer Bildungslandschaft. Wil soll eine Stadt sein, in der junge Menschen gerne bleiben und ihre Zukunft sehen.
Wir bedanken uns bei Michael Sarbach für das spannende Interview und die offenen Antworten. Es war interessant, mehr über seine Motivation, seine Ideen und seine Wünsche für die Zukunft von Wil zu erfahren. Wir wünschen ihm für die kommenden Wahlen alles Gute.